Wie sieht das Auge von innen aus?

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jens
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Wie sieht das Auge von innen aus?

Beitrag von jens »

Die Farbe der Iris ist jedem Menschen eigen. Das Auge wird von den Lidern geschützt und bei jedem Zwinkern mit einem leichten Tränenfilm benetzt.
Wie die Blende eines Photoapparates zieht sich die Iris zusammen und steuert damit die Lichtdurchdringung der Pupille. Im Auge selbst passiert das Licht die Linse und wird auf der Netzhaut fokussiert, der orangefarbenen, mit zahllosen Äderchen durchsetzten Struktur, mit der das gesamte Augeninnere ausgekleidet ist. Hier wird das Bild, das wir sehen, interpretiert, und zwar mit Hilfe zweier ganz spezieller Zellarten.
Im Zentrum der Netzhaut befindet sich der blinde Fleck. Dahinter liegt die Austrittsstelle des Sehnervs, der die vom Auge empfangenen Informationen an das Gehirn weiterleitet. Das ist die Stelle, an der die Farben analysiert und bestimmte, vom Licht übermittelte Bildumrisse wahrgenommen werden. Dies geschieht mit Hilfe der sogenannten Zäpfchen.
Bei verändertem Betrachtungswinkel wird die Struktur der Netzhaut sichtbar. Wir sehen nun auch die Stäbchen - die zweite hochspezialisierte Zellart des Auges. Sie sind in ihrem Aussehen den Zäpfchen sehr ähnlich, nur ein wenig länger. Sie sind völlig gleichmäßig angeordnet und mit ihrer oberen Partie dem Licht zugewandt. Die Analyse des übermittelten Bildes geschieht durch die Umwandlung von Lichtinformationen in Nervenimpulse. Im Gegensatz zu den Zäpfchen benötigen die Stäbchen nur sehr wenig Licht. Daraus erklärt sich, warum wir im Halbdunkel besser Umrisse als Farben erkennen können. Bei 40.000facher Vergrößerung wird auch die innere Struktur eines solchen Stäbchens sichtbar. Langgestreckte Lamellenschichten sind für die eigentliche Lichtwahrnehmung verantwortlich. Ihre Zellwände enthalten die Substanz, die die Umwandlung von Lichtinformationen in Nervenimpule auslöst: das Rhodopsin.
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Auge bei 40.000facher Vergrößerung
Auge bei 40.000facher Vergrößerung
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