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Warum die Sonne scheint

Verfasst: 14.10.2005, 12:28
von jens
Seit 5 Milliarden Jahren wärmt das Licht der Sonne die Erde. Woher nimmt sie ihre Energie?

Im 19. Jahrhundert ist die meistverbreitete Energiequelle die Kohle, die das Holz abgelöst hat.

"Ist die Sonne vielleicht eine riesige Anthrazitkugel, die brennt und dabei Licht aussendet?" fragen sich die Physiker.

Unmöglich. Erstens gibt es keinen Sauerstoff auf der Sonne und damit keine Verbrennung, zweitens wäre, selbst wenn es einen Verbrennungsprozeß gäbe, die Menge der Kohle nicht ausreichend.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts erkennen die Physiker, daß die Sonne eine Wasserstoffkugel ist und daß sich die Wasserstoffatome durch die Gravitationskraft anziehen.

Die inneren Zonen dieser Gassphäre ziehen die äußeren Partien an, argumentieren sie, und die Sonne zieht sich zusammen, indem sie das zentrale Gas komprimiert, das sich erwärmt. Sie können sich davon überzeugen, wenn Sie Luft in Ihre Fahrradpumpe ziehen, deren Ende Sie mit dem Finger verstopft haben. Wenn Sie kräftig pumpen, können Sie sich verbrennen.

Die Temperatur des Gases in der Sonne steigt auf einige tausend Grad, und bei dieser Temperatur scheint die Sonne.

Unzureichend, notieren die Physiker, die die Sonnenmasse errechnet haben, die Gravitationsenergie liefert ihr nur 100 Millionen Jahre Lebensdauer, und die Sonne scheint seit viel längerer Zeit.

1938: Der Physiker Hans Bethe, mit der Eisenbahn unterwegs zur Universität Cornell, wo er Atomphysik lehrt, lächelt zufrieden. Er hat die Energiequelle des Sonnenmotors gefunden.

Im Zentrum der Sonne, sagt er sich, ist die Temperatur hoch: 15 Millionen Grad. Nun wissen wir aber, daß sich die Geschwindigkeit der Atome beschleunigt, je höher die Temperatur ist. Deshalb bewegen sich die Wasserstoffkerne im Zentrum der Sonne außerordentlich schnell, so schnell, daß sie heftig gegeneinanderprallen. Bei solchen Kollisionen wird aus vier Wasserstoffkernen ein Heliumkern mit vier Wasserstoffkernen. Und da stutzt man.

Aber, so folgert er weiter, die Heliummasse ist etwas kleiner als die Summe der vier Wasserstoffmassen, die sie gebildet haben. Die Massendifferenz verwandelt sich in Energie nach der berühmten Formel E = m c2, die mir mein Lehrer Einstein beigebracht hat. Jede Kernfusion setzt Energie frei, die die Wasserstoffatome erwärmt, die wiederum fusionieren und so weiter und so fort seit Milliarden von Jahren.

Kurz gesagt, der Anlasser der Sonne ist die Gravitationskraft, und anschließend läuft der Motor mit Wasserstoff.

Hans Bethe erhält den Nobelpreis 1967, dreißig Jahre nach seiner Entdeckung.

Verfasst: 03.07.2006, 00:03
von Gast
Komisch, dass wir immer noch so große Energieprobleme haben, wo doch die Sonne täglich unmengen an Energie uns liefert..
Wr raffen es wohl nur nicht :?

Verfasst: 04.07.2006, 00:59
von Gast
Naja..die Physiker sind längst soweit. Das WIE die Sonne die Energie erzeugen kann ist also klar. Nur an der Technik scheitert es noch..

Verfasst: 19.03.2010, 18:57
von Gast
die Technik ist vorhanden, nur nicht hinreichend entwickelt. ;)